Dr. med. Otto Schlappack bietet medizinische Fußpflege bei MCAS.
MCAS steht für Mastzellaktivierungssyndrom. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung, bei der Mastzellen – wichtige Zellen des Immunsystems – überaktiv werden und chemische Botenstoffe wie Histamin unkontrolliert freisetzen.
Dies führt zu wiederkehrenden, schweren Episoden, die mehrere Organsysteme gleichzeitig betreffen und von Nesselsucht und Verdauungsbeschwerden bis hin zu lebensbedrohlicher Anaphylaxie reichen.
Fußpflege bei Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) muß mechanische Reibung, extreme Temperaturen und den Kontakt mit Chemikalien vermeiden, da dies die Mastzellen zu einer Ausschüttung von Botenstoffen wie Histamin anregt, die Juckreiz, Hautrötungen oder Schmerzen in den Füßen auslösen können.
Beim Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) kann es zum Auftreten von Granulationsgwebe ( „wildem Fleisch“ ) im proximalen Nagelfalz der Großzehe kommen. Dem liegt eine Wunde im Nagelfalz zugrunde, die zu viel neues Gewebe bildet, das aus dem Nagelfalz herausragt, was leicht mit einem eingewachsenen Nagel verwechselt werden, der eine andere Behandlung braucht.
Überschießendes Granulationsgwebe im Großzehennagelfalz bei MCAS wird wie eine Wunde behandelt, die überschießendes Granulationsgewebe produziert. Dabei wird Silbernitrat aufgetragen, das das überschüssige Gewebe durch Eintrocknen zum Schrumpfen bringt.
Das eingetrocknete, überschüßige Gewebe läßt sich nach einer Naßphase mit einer Wundspüllösung abwischen. Der rötliche Wundgrund kann in der Folge z.B. mit einem medizinischen Honigpräparat und einem die Wunde schützenden Sekundärverband versorgt werden.